Wenn Sie wissen wollen, …

Erstellt am 27. November 2013

… ob ich beim Schreiben Kaffee oder Tee trinke, dann schauen Sie doch einmal im FANTASY WEBLOG vorbei.

Bildquelle: http://bit.ly/1hhAkci

Da habe übrigens nicht nur ich einen Einblick in meinen Schreib-Alltag gewährt, sondern vor mir auch so bekannte Kollegen wie Heitz, Hennen oder Hardenbusch. Und weil die Fragen in dieser Interviewreihe immer dieselben sind, ist ein Vergleich der Antworten besonders interessant, finde ich. Nun, der ganze Blog ist interessant und spielt, was die Qualität der Rezensionen und Beiträge angeht, in einer ganz anderen Liga als … ach, als viele, viele andere.

 

 

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Die Dezember-Ausgabe der Phantastik-Couch …

Erstellt am 11. Dezember 2012

… ist, wie immer, sehr interessant. Insbesondere den Artikel zum Hobbit Film finde ich aufschlussreich. Das Interview mit mir kannte ich natürlich schon! Hier wird einiges verraten, was ich vorher zurückgehalten habe – aus Gründen … aber was soll ich hier reden, drüben auf der Couch kann man es ja lesen.

Klick zum Interview auf der couch!

Interview mit Eva Bergschneider von der Phantastik Couch.

 

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Kurze Frage – Lange Antwort #1: Schreibarbeit

Erstellt am 7. September 2012

Frage: Ist Schreiben Arbeit?*

Antwort: Ja, und es ist ein Höllenjob!

Schreiben macht einsam und bekloppt, man wird krank davon und stirbt früh. Also gut, ich übertreibe. Aber nur wenig. Dass Schreiben kein geselliger Beruf ist, das kann man sich denken – Autorenduos oder –kollektive sind die Ausnahme, meist sitzt man einfach allein am Schreibtisch und tippt und denkt. Wenn ich plotte, also die Handlung plane, denke ich viel und schreibe sehr wenig. Das sind Phasen, ich denen ich wirklich oft das Gefühl habe, bekloppt zu werden. Denn dieses vorausschauende Verweben aller Handlungsstränge finde ich ungemein anstrengend. Manchen Autoren mag das alles zufliegen, mir nicht. Ich muss denken bis mir schlecht wird. Der Lohn dafür: Ich weiß, wie Zwölf Wasser ausgeht. Sonst (noch) niemand.

Zwölf Wasser schreibt sich zwar nicht von allein, aber Schreibblockaden muss ich nicht überwinden. Es gibt allerdings immer wieder kleinere Hindernisse, die ich überklettern muss – meist sind das große Perspektivwechsel. Ich muss mich dann erst wieder in die Gedanken-, Gefühls- und Erfahrungswelt des jeweiligen Charakters eingrooven, aus dessen Perspektive ich erzähle. (Für Felt ist etwas weiß wie Schnee, für Babu weiß wie Milch. Es kann einen oder zwei Tage lang dauern, bis ich das wieder so genau weiß, dass ich selbst im realen Leben welsisch oder merzisch denke. Erst dann schreibe ich weiter.)

Um 7:45 ist Arbeitsbeginn

Foggy Morning von Bobbi Jones Jones

Zur Schreibarbeit gehört für mich auch zwingend die Regelmäßigkeit.  Wenn ich nur schreiben würde, wenn ich Lust dazu habe, käme ich über (kurze) Kurzgeschichten nicht hinaus. Es geht nicht in erster Linie darum, Spaß zu haben. Jedenfalls nicht für den Autor. Schreiben ist meistens Ringen – um das richtige Wort, das echte Gefühl, den wahren Ausdruck. Um erst gar keine Müdigkeit aufkommen zu lassen, beginne ich um 7:45 Uhr mit der Arbeit, von Montag bis Freitag. Ich schreibe bis ca. halb eins, dann gehe ich entweder zum Sport oder mache andere Erledigungen. Nachmittags schreibe ich nochmals drei bis vier Stunden, oft überarbeite ich das vom Vormittag. Ich schreibe nur in Ausnahmefällen abends oder nachts. Da ist nicht sehr spannend, ich weiß, aber viele Autoren sind so: relativ fleißige, relativ unflexible Schreibarbeiter.

Abgesehen von den festen Schreibtischzeiten ist es aber so, dass ich eigentlich immer schreibe. Oder eher: mich in der Schreibwelt aufhalte. Ich gehe einkaufen und neben mir geht Belendra – nichts ist ihr gut genug, ich kaufe schließlich den teuren Wein. Ich mühe mich auf dem Laufband ab und schaue über den Berst. Ich koche und mir fällt auf, dass Estrid nicht mit Kohlen heizt, obwohl das viel billiger und praktischer wäre … Ich träume auch sehr oft von den Landschaften und Gegenden des Kontinents. Sehr praktisch, denn ich muss mir nichts ausdenken, es ist ja alles da und ich muss nur aufschreiben, was ich vor mir sehe. In solchen Momenten ist das Schreiben kein Ringen, es geht leicht und macht sogar mehr als Spaß – es macht glücklich.

 

*Dies hier waren die Originalfragen auf facebook:

Sarah Schückel Hallo 🙂 Ich freue mich über diese Fragestunde! Mich würde interessieren, wie viel der Geschichte sich „wie von selbst“ schreibt – und wie viel dann doch mit Schreibblockaden und harter Arbeit verbunden ist/war? 🙂 Herzlichen Dank für die Antwort und liebe Grüße aus Dresden!

Johanna Mahn schreiben sie einfach immer,wenn Ihnen danach ist,oder haben Sie sich quasi feste Arbeitszeiten eingeteilt,während derer Sie sich an den Schreibtisch setzen und am Buch weiter schreiben?

 

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